Montag, 23. Juni 2014

Bonner Ortsnamen: Lannesdorf


Erstmals 892 im Zusammenhang mit der Verwüstung des Rheinlands durch die Normannen als „Landulphesdorp“ erwähnt, ist bis ins 18. Jh. von dieser zu Mehlem gehörenden fränkischen Ansiedlung nur wenig bekannt. Seit dem Mittelalter durch Grundbesitz mit zahlreichen Klöstern, darunter auch die Kölner Stifte St. Severin und St. Gereon, verbunden, zählte Lannesdorf noch bei der franz. Katasteraufnahme von 1810 nur knapp 100 Häuser und eine Kapelle. Die größtenteils von Landwirtschaft sowie vom Basalt- und Tonabbau lebende Gemeinde wurde 1935 gemeinsam mit Mehlem der Stadt Bad Godesberg zugeschlagen und kam mit dieser bei der Gemeindegebietsreform 1969 an Bonn. Von Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs weitgehend unberührt, hat der Ort bis heute viel von seinem ursprünglichen Dorfcharakter mit seinem gewachsenen Ortskern, Fachwerkhäusern und zahlreichen Obst- und Gemüsegärten behalten. Nur die baufällig gewordene alte Herz-Jesu-Kirche musste 1975 durch einen Neubau ersetzt werden. Zudem hat sich im Osten des heute knapp 7000 Einwohner zählenden Orts zunehmend Industrie angesiedelt und ein Arbeiterwohngebiet entwickelt.

Kirchberg, Foto:
http://wir-lannesdorfer.blogspot.de/

Lannesdorfer Straße, Foto:
http://wir-lannesdorfer.blogspot.de/

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