Montag, 23. Juni 2014

Bedeutende Ereignisse: Verkündung des Grundgesetzes in Bonn



Konrad Adenauer verkündet
das Grundgesetz am 23.5.1949
Am 23.5.1949 verkündete der Präsident des Parlamentarischen Rates, Dr. Konrad Adenauer, feierlich das Grundgesetz, das daraufhin in Kraft trat. In einer Feierstunde im Zoologischen Museum Koenig erklärte er: „Heute am 23. Mai beginnt ein neuer Abschnitt in der wechselvollen Geschichte unseres Volkes. Heute wird nach der Unterzeichnung und Verkündung des Grundgesetzes die Bundesrepublik Deutschland in die Geschichte eintreten.“
Das Gremium des Parlamentarischen Rates war am 1.9.1948 ausschließlich zu dem Zweck zusammengetreten, ein Grundgesetz für die noch junge Bundesrepublik Deutschland zu schaffen. Der Rat bestand aus 65 stimmberechtigten Abgeordneten der westlichen Besatzungszonen (61 Männern und 4 Frauen) sowie fünf nicht stimmberechtigte Abgeordnete aus Berlin (West), die von den jeweiligen Landesparlamenten gewählt worden waren.

Feierstunde zur Konstituierung des
Parlamentarischen Rates in Bonn
Die Eröffnungsfeier hatte aus kriegsbedingtem Mangel an funktionsfähigen repräsentativen Gebäuden auch schon im Bonner Museum Koenig stattgefunden, die erste konstituierende Sitzung wurde – wie alle darauffolgenden Plenarsitzungen – in der Pädagogischen Hochschule am Rhein, dem späteren Bundeshaus abgehalten. Nach Inkrafttreten des Grundgesetzes löste der Parlamentarische Rat sich auf, nachdem er noch die ersten freien Wahlen vorbereitet hatte. Dass Bonn Tagungsort für den Parlamentarischen Rat war, war später ein wichtiges Argument für die Entscheidung, Bonn zur Bundeshauptstadt zu machen.


Der Parlamentarische Rat
verabschiedet das Grundgesetz

Hinweisschilder bei Bonn 1948

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