Montag, 23. Juni 2014

Bedeutende Ereignisse: Am 18.5.1848 tagte zum ersten Mal die Frankfurter Nationalversammlung


Seit den Märztagen des Jahres 1848 war es im ganzen deutschen Gebiet – so auch in Bonn, unter Führung von Carl Schurz und Gottfried Kinkel – zu einer Revolution gekommen, in deren Verlauf die Durchführung von Wahlen zu einer verfassungsgebenden Versammlung erzwungen wurde. Diese Versammlung, die Frankfurter Nationalversammlung, war das erste frei gewählte Parlament Deutschlands und tagte vom 18.5.1848 bis zum 31.5.1849 in der Frankfurter Paulskirche. Unter den 49 Hochschullehrern des Parlaments waren alleine sieben aus Bonn. Die Aufgabe des Parlaments bestand im Wesentlichen in der Erschaffung einer Verfassung für Deutschland. Die beiden Bonner Friedrich Christoph Dahlmann und Peter Franz Deiters waren Mitglied des Verfassungsausschusses und als solche maßgeblich an der Aufstellung der auf den Prinzipien der parlamentarischen Demokratie beruhenden Grundrechte beteiligt. So war Deiters der Auffassung, dass jeder Deutsche das Recht haben sollte, durch Wort, Schrift und Druck seine Meinung frei zu äußern, was er genau so in das Parlamentsbuch eingetragen hat. Die bedeutendste Rolle jedoch hat eindeutig Dahlmann gespielt, dessen Ideen und Theorien das Werk der Paulskirche tief beeinflusst haben. Dennoch fand der von ihm erarbeitete Verfassungsentwurf keine Zustimmung und Friedrich Wilhelm IV. lehnte bekanntermaßen die ihm angebotene Kaiserkrone ab.

Die im Frankfurter Parlament vertretenen Bonner Professoren waren:
Ernst Moritz Arndt, Wilhelm Joseph Braun, Franz Jakob Clemens, Friedrich Christoph Dahlmann, Peter Franz Deiters, Franz Xaver Dieringer, Franz Peter Knoodt.

Ernst Moritz Arndt

Wilhelm Joseph Braun

Friedrich Ch. Dahlmann
Peter Franz Deiters

Franz Xaver Dieringer
Franz Peter Knoodt

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