Montag, 23. Juni 2014

Aus meiner Sammlung: Der „Kopf“ von Bonn

Der Kopf von Bonn ist nicht etwa der Oberbürgermeister oder das Adenauer-Denkmal, sondern es war ein Eisbrecher, der sich seit dem Mittelalter am Anfang des Rheinwerfts befand. Seine Aufgabe war es, das Ufer bei Eisgang vor der Zerstörung durch die sich auftürmenden Eisplatten zu schützen, die an dem gewaltigen, aus Basaltsteinen gebauten Werk zerschellen sollten. Der genaue Standort des „Kopfs“ war am Ende der Ersten Fährgasse am Ufer. Er war so groß, dass er den hier vorbeiführenden Leinpfad auf 1,75 Meter verengte. Deshalb mussten die Pferde dort abgespannt und die Leinen über den Kopf hinweg geschmissen werden. Bis ins 19. Jahrhundert stand er an alter Stelle. Vermutlich wurde er dann in den 1850er Jahren im Zuge der durch Oberbürgermeister Leopold Kaufmann durchgeführten Sanierung der Rheinfront mit Bau der Rheinpromenade abgetragen. Die hier gezeigte  Lithografie von Christian Hohe ist aus dem Jahre 1840 und zeigt den „Kopf“ von Norden.
Das Blatt ist im Original 20 x 29 cm groß.

Der Kopf, Lithographie, 1840, Sammlung des Verfassers

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