Sonntag, 22. Juni 2014

23.4.1771: Vor 243 Jahren wurde Beethovens Freundin Eleonore geboren


Heute hat ein berühmtes Bönnsches Mädchen Geburtstag: Eleonore von Breuning. Ihr Vater, der Bonner Hofrat Emanuel Joseph von Beuning, besaß ein schönes altes Kanonikerhaus am Münsterplatz, etwa dort, wo jetzt der Kaufhof steht. Er starb 1777 beim verheerenden Brand des Schlosses, der das ganze Mittelgebäude und die Schlosskapelle vernichtete, als er mutig und unter Lebensgefahr wichtige Akten und Papiere aus den Archivräumen rettete.

Scherenschnitt, 1782, Archiv des Beethovenhauses. Er zeigt die Familie Breuning beim Kaffee - Eleonore ist die zweite von links. Der ältere Herr in der Mitte ist der Onkel Eleonores.

Seine am 23.4.1771 in Bonn geborene Tochter Eleonore wuchs als Halbwaise unter der Aufsicht der Mutter auf. Sie wurde, wie im Bürgertum dieser Zeit üblich, auch musikalisch ausgebildet. Ihren ersten Klavierunterricht erhielt sie spätestens ab 1782 vom jungen Beethoven, der sich bald unsterblich in sie verliebte. Fast täglich verkehrte Ludwig im Breuning'schen Haus, und Eleonore wurde seine engste Freundin. Beethoven verehrte sie so sehr, dass er ihr nicht nur zwei Kompositionen widmete, sondern sie auch zur Namensgeberin der „Leonore“ in seiner Oper „Fidelio“ machte. Einen an ihn gerichteten Brief von ihr trug er bis zu seinem Tode bei sich. Im Hause von Breuning war es auch, wo Beethoven Graf von Waldstein traf, seinen späteren Gönner und Förderer, dem wir die berühmte „Waldstein-Sonate“ zu verdanken haben. Am 13.6.1841 verstarb Elenore von Breuning in Koblenz.

Quelle: Josef Niesen, Bonner Personenlexikon, 3. Auflage, Bonn 2011.


Das sogenannte Breuning'sche Haus am Münsterplatz, an der Stelle, wo heute der Kaufhof steht.

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