Montag, 23. Juni 2014

21.6.1975: Todestag von Max Braubach


21.6.2014: Heute vor 39 Jahren starb der Historiker Max Braubach, der sich intensiv mit der Geschichte Bonns befasst hat.

Max Braubach
Geboren wurde Max Braubach am 10.4.1899 in Metz, wo sein aus einer alten Kölner Bürgerfamilie stammender Vater als Leiter der staatlichen Bergbauverwaltung tätig war. Braubach wuchs in Straßburg auf, besuchte das dortige Gymnasium und schloss 1916 mit dem Abitur ab. Im Anschluss studierte er ein Semester Jura in Straßburg, bevor er 1917 als Fahnenjunker zu den Straßburger Husaren ging. Nach dem Ersten Weltkrieg nahm er seinen Abschied und begann 1919 ein Studium der Geschichte und Nationalökonomie an der Universität Heidelberg, wechselte aber bereits im Wintersemester nach Bonn, wo er besonders von Aloys Schulte gefördert wurde. 1922 wurde Braubach promoviert; 1924 habilitierte er sich an der Bonner Universität mit einer Biographie des letzten Kölner Kurfürsten Maximilian Franz von Österreich. Vier Jahre später wurde er zum Nachfolger seines Lehrers berufen. Bis zu seiner Emeritierung 1967 wirkte Braubach als Ordinarius an der Bonner Universität und bekleidete dabei wichtige universitäre Ämter wie 1946–1948 das des Prodekans und Dekans der Philosophischen Fakultät sowie im akademischen Jahr 1959/1960 das Amt des Rektors. Zudem wirkte er über seine Emeritierung hinaus 1953–1971 als Archivar und Chronist seiner Universität und veröffentlichte eine Vielzahl wichtiger historischer Forschungsarbeiten zur Bonner Stadtgeschichte, zur Geschichte der Universität und zur Geschichte der rheinischen Territorien im 17. und 18. Jahrhundert. Besonderen Bekanntheitsgrad erlangte seine Prinz-Eugen-Biographie von 1963. Am 21.6.1975 starb Max Braubach in Bonn und wurde auf dem Poppelsdorfer Friedhof beigesetzt. Nach seinem Tod ehrte die Stadt ihn 1986 mit der Benennung einer Straße (M.-B.-Straße in Bonn-Ückesdorf) nach ihm.

Werke (Ausw.): Versailles und Wien von Ludwig XIV. bis Kaunitz (1952), Maria Theresias jüngster Sohn Max Franz (1961), Prinz Eugen von Savoyen, 5 Bde. (1963-65), Kleine Geschichte der Universität Bonn 1818-1968 (1968), Wilhelm von Fürstenberg und die franz. Politik im Zeitalter Ludwigs XIV. (1972).

Quelle: Josef Niesen, Bonner Personenlexikon, 3. Auflage, Bonn 2011.

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